Streifenhörnchen
Japanisches Streifenhörnchen - Tamias sibiricus
   
streifenhörnchen
Streifenhörnchen bei der Paarung.
Quelle Text (Auszüge):
http://de.wikipedia.org/wiki/Burunduk
Burunduk (Tamias sibiricus)

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)

Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Tribus: Echte Erdhörnchen (Marmotini)
Gattung: Streifenhörnchen (Tamias)

Wurf Streifenhörnchen
Das Ergebnis: Der Wurf ist etwa 1 Woche alt.

Ein Wurf paßt locker auf die Handfläche
Hier etwa 3 Wochen:................

Der Burunduk wird bis zu 125 g schwer, bei einer Kopf-Rumpf-Länge von 13 bis 17 cm und einer Schwanzlänge von 8 bis 11 cm.
Sein Fell ist rau, kurzhaarig und braun, der Rücken längsgestreift mit fünf schwarzbraunen und vier hellen breiten Streifen. Die Flanken sind heller braun; die Unterseite ist hell. Schmale dunkle Streifen finden sich auch am Kopf in der Augengegend sowie am Schwanz. Das Fell wird zweimal im Jahr gewechselt, im Frühjahr und im Herbst.
Regional variieren kann unter anderem die Grundfarbe (grau-, gelb- oder rotbraun) und die Farbe der Unterseite (weiß, beige oder rötlich), die Intensität der Färbung, die Breite der Streifen und die Trennschärfe von Streifen und Grundfarbe (von sehr stark abgesetzt bis hin zu ineinander übergehend).
Streifenhörnchen, klein und süß, oder?
Mit circa 4 Woche werden die Augen geöffnet.
     
Kopf und Körper des Burunduks haben ein typisches Nagetieraussehen mit kurzen Beinen und zum Greifen befähigten Pfoten. Die Ohren sind klein und rund; der Schwanz wird waagerecht getragen.
Die Pfoten des Burunduks zeigen deutliche Anpassungen an das Baumleben. Die polsterartigen Zehen- und Fußballen sind stark ausgeprägt, die Krallen kurz, aber stark gekrümmt und scharf.
Verbreitung:
Derzeit ist der Burunduk in den gesamten nördlichen Nadelwaldgebieten Eurasiens von der Beringstraße bis Finnland zu Hause; außerdem in den südlicher gelegenen Laub- und Mischwäldern Nordjapans, Koreas und der Mandschurei.
Anders als ihre nahen Verwandten, die steppenbewohnenden Ziesel, leben Burunduke vorwiegend in unterholzreichen Nadel- und Mischwäldern sowie in Gebüschen an Wald- und Feldrändern und in Flusstälern.
Sie sind zwar gewandt und gute Kletterer, die auch an senkrechten Baumstämmen auf und ab laufen können, halten sich jedoch im Gegensatz zu den vorwiegend auf Bäumen lebenden Eichhörnchen (Gattung) einen großen Teil der Zeit am Boden auf. Hier legen sie Erdhöhlen an, deren Einfahrt je nach Bodenbeschaffenheit bis in eineinhalb Meter Tiefe führen kann. Der eigentliche Bau ist ein bis zweieinhalb Meter lang und besteht aus der Nestkammer und mehreren Vorratskammern sowie Blindgängen für den Unrat. In letzteren werden sämtliche Ausscheidungen und Nahrungsabfälle gelagert, während die Nestkammer peinlich sauber gehalten wird.
Burunduke leben in lockeren Kolonien, innerhalb dieser jedoch als Einzelgänger; jedes Tier hat sein eigenes Territorium, das es gegenüber den anderen Tieren verteidigt. Auch gegenüber anderen Nagetierarten ihrer Größenklasse können sie bissig werden. Die Territorien sind 700 bis 4000 m² groß, wobei Weibchen größere Gebiete als Männchen beanspruchen. Die Reviergrenzen werden mit körpereigenen Duftstoffen und mit Urintropfen markiert.
Fortpflanzung:
Mit dem Ende der Winterruhe beginnt die Paarungszeit. Die Paarung findet je nach Temperaturen und Erwachen aus dem Winterschlaf beginnend ab März statt. Unmittelbar nach der Paarung trennen sich Männchen und Weibchen und gehen wieder zum Einzelgängerdasein über. Bei einer Tragezeit von 30 Tagen (29-31 Tage) werden ab April bis Anfang Juni die Jungen geboren, meist um die vier, in Einzelfällen bis zu zehn. Die Jungen werden vier Wochen gesäugt und haben mit ca. 90 Tagen als "subadulte" Tiere schon ihre volle Größe erreicht. Im Lauf des Juli schließlich trennt sich die Familie. (In den südlicheren Teilen des Verbreitungsgebietes können die Daten für die Paarung und entsprechend für die folgende Jungenaufzucht früher sein.)
Mit elf Monaten, zur folgenden Paarungssaison, sind die Jungen geschlechtsreif. Ihre Lebensdauer kann sechs bis sieben Jahre betragen, die durchschnittliche Lebenserwartung ist in freier Natur aber erheblich kürzer: Zu den natürlichen Feinden zählen so gut wie alle Beutegreifer im Verbreitungsgebiet - Marder und Wiesel, Füchse und Wölfe, Waldkatzen und Luchse, Braunbären sowie Greifvögel, vor allem der Mäusebussard, dessen Nahrung in Sibirien im Sommer bis zu einem Drittel aus Burunduken besteht.
Haltung:
Burunduke werden inzwischen auch als Heimtiere gehalten. Die Haltung ist jedoch wegen des Territorialverhaltens der Tiere nicht unproblematisch. Streifenhörnchen sind kolonienbewohnende Einzelgänger. Innerhalb dieser Kolonie besetzt jedoch jedes Tier sein eigenes bis zu mehrere hundert m² großes Territorium (Kerngebiet), das es auch gegen Eindringlinge verteidigt. Lediglich zu Paarungszeit sind Streifenhörnchen untereinander verträglich - und dies auch nur für die wenigen Tage, in denen das Weibchen paarungsbereit ist. Bereits unmittelbar nach einer Paarung vertreiben die meisten Weibchen das Männchen wieder aus ihrem Gebiet. Wenn dem Männchen unter den Bedingungen der Käfighaltung keine Flucht möglich ist, endet dies mitunter in schweren Beißereien, dies sogar bis zum Totbeißen i.d.R. des weniger aggressiven Männchens führen können. Selbst ein mehrere m² großer Käfig reicht nicht aus, um das Territorialbedürfnis zweier Tiere zu befriedigen und die mitunter tödlich endenden Auseinandersetzungen zu verhindern. Die gelegentlich berichtete problemlose gemeinsame Haltung eines verträglichen Paares oder zweier (männlicher) Wurfgeschwister sind Ausnahmen. Grundsätzlich sind daher Streifenhörnchen in Gefangenschaft - unbeschadet etwaiger gesetzlicher Regelungen - einzeln zu halten! Möglich ist jedoch die Haltung eines Paares in getrennten Volieren, die dann zur Paarungszeit verbunden werden können. Für die Haltung eines Tieres sollte der Käfig eine Größe von 100 cm x 60 cm x 100 cm nicht unterschreiten; wichtiger als die Höhe des Käfigs ist die Grundfläche, die möglichst langgezogen sein sollte, um dem Fortbewegungsverhalten der Tiere als Bodenhörnchen (mehrere "Hoppelsprünge") gerecht zu werden. Diese Maße sind jedoch nur bei täglichem freien Auslauf ausreichend. Ergänzend kann auch ein ausreichend groß dimensioniertes Laufrad zur Befriedigung des Laufbedürfnisses zur Verfügung gestellt werden sowie ausreichend Klettermöglichkeiten, Sitzbrettchen in verschiedenen Höhen und mehreren Nistkästen. Als Bodengrund eignet sich Sand, in dem die Tiere sehr gerne ein Sandbad nehmen. Für die Paarhaltung ist ein doppelt so großer Käfig notwendig, der in zwei Hälften unterteilbar sein sollte, da eine (auch zeitweilige) Unverträglichkeit der Burunduke zu heftigen Kämpfen mit schweren Verletzungen bis hin zum Tod führen kann. EU-Normen empfehlen für die Haltung eines Paares einen Käfig von mindestens 2 m² Grundfläche bei 2 m Höhe; Österreich hat diese Empfehlung schon in nationales Recht umgesetzt und schreibt diese Maße als Mindestmaße gesetzlich vor (Bundesgesetzblatt der Republik Österreich, 486. Verordnung, 2. Tierhaltungverordnung). Diese Empfehlung zur Paarhaltung kann jedoch fachlich nicht nachvollzogen werden.
Als Haustiere sind Burunduke in den Farbschlägen 'Natur' (gelbbraun), 'Grau' (graubraun) und 'Zimtfarben' (rotbraun) sowie als Albinos ('Weiß'; mit hellgrauer Streifung) zu finden. Bei letzteren liegt meist Leuzismus vor, seltener Albinismus, jeweils einschließlich der mit diesen Mutationen zusammenhängenden weiteren Schäden. Diese Erscheinungsformen dürften auf die bei der eher kleinen Zuchtbasis nicht zu vermeidenden Inzuchtmutationen zurückzuführen sein. Weitere Domestikationserscheinungen sind bislang noch nicht beschrieben worden; auffällige Tiere werden in der Regel nicht zur Weiterzucht verwendet.
Futter:
Grundfutter bei Volierenhaltung ist ein Sämereigemisch für Erdhörnchen, welches Sie in unserem Homepageshop als Streifenhörnchensämereigemisch finden, sowie verschiedene Nußarten als Pralinen und allerlei Obstarten.
Vogelmiere, Löwenzahn sowie ständig frische ungiftige Nageäste sollten ständig angeboten werden!
Tierisches Eiweiß (Als Pulvergemisch in unserem Homepageshop unter der Bezeichnung Spezialkraftfutter zu finden) ist ein lebenswichtiger Futterzusatz.